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   <title>jlkDEs Blog</title>
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      <title>Lizenzierung - Eine Einordnung</title>
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      <updated>2022-10-22T18:30:58+02:00</updated>
      <published>2022-03-16T00:00:00Z</published>
      <content type="html">

         &lt;p&gt;Aus verschiedenen Motiven war für mich die Auseinandersetzung mit Computern früh schon eine Auseinandersetzung mit Freier und quelloffener Software, weshalb ich Informationstechnik schon lange auch mit Lizenzierung verbinde.
Umso mehr fragte ich mich daher selbst, warum ich bislang keinen solchen Hinweis in diesem Blog untergebracht habe: Nahezu alle Inhalte, die ich ansonsten der Öffentlichkeit zugänglich mache, sind zumindest nach den Bedingungen einer Standardlizenz (Quelltext: EUPL, Rest: CC-BY-SA) geregelt und auch über die reine Anwendung hinaus interessiert mich das Thema schon lange.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum heutigen Abend nahm ich mir das Thema daher noch einmal vor und wollte mir darüber klar werden, ob ich einen solchen Hinweis anbringen soll.
Stattdessen möchte ich aber beschreiben, wodurch mein Widerstreben begründet ist: Die Schöpfungshöhe und geistiges Eigentum im Allgemeinen.
Zuerst gilt es jedoch, mein Verständnis der Grundlagen aufzuzeigen. Dazu beginne ich mit den Konzepten hinter der Lizenzierung.
Als Wurzel soll hier der angewandte Nutzen im Vordergrund stehen: Die Erlaubnis zur Verwertung eines Rechtssubjektes.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Welche Grundannahmen stecken hinter Lizenzen?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Vorrangig tangiert das Thema Lizenzierung das Recht, aber auch politische, philosophische und wirtschaftliche Überlegungen nehmen Einfluss auf die Meinungsbildung dazu.
Sichtbar wird das in besonderem Maß in der Softwarelizenzierung, in welcher Pragmatisten zur praktischen Verwertung und Idealisten mit der Vorstellung bestimmter Werte gemeinsam durch Quelloffenheit und Freiheiten das Ziel zugänglichen Eigentums verfolgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei kann ebendieser Kern durchaus in Vergessenheit geraten: Lizenzierung von Software ist die Gewährung von Nutzungsrechten an &amp;ldquo;geistigen Eigentum&amp;rdquo;.
Damit ist die erste Grundannahme klar: Wenn man sich entscheidet, Inhalte mit einer Lizenz zu versehen, erkennt man an, dass diese einen Gegenstand darstellen, über den man verfügt und Herrschaft ausübt.
Speziell das Urheberrecht ist dabei das Recht auf Schutz eines solchen Gutes.
Es beruht also darauf, dass es legitim ist, Zugang und Verwendung immaterieller Werke einzuschränken. - Nur, weil ich also in der Lage bin, Inhalte frei zu kopieren und selbst zu verwenden, kann der Rechteinhaber mir das auf Rechtswegen untersagen und die Legitimität einer solchen künstliche Schranke muss man akzeptieren, wenn man ein Werk lizenziert oder Inhalte lizenziert nutzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Hinblick auf die Entstehung und Beschaffenheit dieser Grenze kann man in fünf Bereiche unterteilen: Inhalte, die nicht schutzwürdig sind, und solche, die sich nach Lizenzbedingungen nutzen lassen, liegen vor der Schranke.
Im Gegensatz dazu stehen Inhalte/Verwertungsarten, deren Nutzung untersagt wird und Rechte, die nicht abgetreten werden dürfen wie die Urheberschaft als solche. Beides liegt dabei innerhalb des abgegrenzten Bereichs.
Übrig bleiben noch Inhalte, deren Status unklar ist, beziehungsweise Nutzungsweisen, die in der Grauzone liegen. Sie bilden den Abschluss und stehen damit gegebenenfalls außerhalb des Lizenzgegenstandes.
Aus diesen fünf Bereichen ergeben sich dann im Grunde drei Grenzen: Der unveräußerlichen Rechte am Subjekt, die wählbare Schranke innerhalb des regulierbaren Gebietes, und hin zum schutzunwürdigen Sujet.
Konkret für die letzte davon bietet das deutsche Recht ein Kriterium, welches die Einordnung ermöglicht: Eine Leistung kann keinem Schutz unterliegen, wenn keine Schöpfungshöhe erreicht wird.
Die Schöpfungshöhe repräsentiert dabei eine Schwelle, welche einer Leistung genug Wert zuspricht, um einen Schutz überhaupt erst als sinnvoll anzusehen.
Anders gesagt: Erreicht ein Werk keine Schöpfungshöhe ist es schlicht nicht gut genug, um dem Rechteinhaber einen Vorteil zu gewähren.
Das impliziert, dass es möglich sein muss, eine Einschätzung darüber abgeben zu können, ob etwas einem solchen Schutzstatus würdig ist.
Es erkennt demnach an, dass Menschen eine Einscheidung über den Wert einer Leistung relativ zu anderen vergleichbaren Leistungen treffen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese beiden Grundannahmen muss man anerkennen, wenn man seine eigenen Werke bewusst lizenziert.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vorteile der Lizenzierung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Lizenzierung ist heute fester Bestandteil kapitalistischer Systeme, da sie Verlässlichkeit und damit Abwägbarkeit in die Entscheidung zur Nutzung fremder Inhalte schafft.
Während das vor allem praktische Vorteile bietet, ist der Grundgedanke der Softwarelizenzierung auch eng mit der Patentierung verbunden und speist sich dabei aus dem Verlangen, die Verwertung technischer Fortschritte in die Hände des Erfinders/Erschaffers zu legen.
Es entsteht also ein positiver Anreiz, Werke zu schaffen, um sich finanziell besser zu stellen auf der einen Seite und einen Schutz vor Ausbeutung durch unproduktive mächtigere Entitäten im Fall einer eigenen Leistung auf der anderen Seite.
Wenn ich hier im Blog Texte schreibe und mir die Rechte vorbehalte kann also in der Theorie kein Dritter Umsatz mit meinem Werk generieren, diesen auszuschöpfen liegt stattdessen allein in meiner Hand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin weiterhin auch der Überzeugung, dass das Konzept von Eigentum zumindest im materiellen Kontext zu einem gewissen Grad in der Art des Menschen liegt.
Streitbar ist, ob das Schutzbedürfnis dabei eher anerzogen wird oder ob wir auch natürlicherweise dazu neigen, eigenen Besitz gegen fremde Übernahme abzusichern.
Ich glaube daher, dass Lizenzen eine von wenigen Lösungen sind, dieses Verständnis von individueller Verfügungsgewalt in den Bereich einfach zu vervielfältigender Inhalte zu übertragen.
Das impliziert, dass es schlicht nicht zu vermitteln oder zu verstehen ist, wenn man bewusst auf klassische Lizenzierung verzichtet und dennoch den Wunsch hat, auf die Entwicklung des Werkes Einfluss zu nehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein weiterer großer Vorteil ist natürlich auch die weitläufige internationale Anerkennung und Angleichung des Urheberrechtskonzepts und dabei auch die Abwesenheit rechtlich anerkannter Alternativen.
Anders gesagt: Wenn man seine eigenen Vorstellungen zur Verwendung der selbst geschaffenen Leistungen durchsetzen will bleibt einem bislang meist nur die Lizenzierung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kritik an Lizenzierung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein großer Teil der Kritik an Lizenzierungen beispielsweise unter Sympathisanten Freier Software liegt in der immateriellen Natur der Subjekte.
Vor allem wird dabei argumentiert, geistige Leistungen wären vorrangig Kreuzprodukte der Inspiration oder Rezeptionen anderer geistiger Werke, was den Grundsatz der Schöpfungshöhe untergräbt:
Liegt kein trennbar individueller Anteil eigener geistiger Leistung im Werk vor, verliert dieses seinen ureigenen Wert und wird damit ohne Schutzberechtigung gemeinfrei.
Da aber aufgrund der inhärenten Beeinflussung keine signifikante Originalität gegeben sein kann verlören Güter wie Quelltexte oder nach Auslegung auch Bilder oder generelle Texte in dieser Argumentation die Möglichkeit, einem Schutz zu unterliegen, der wiederrum Wert und Verwertbarkeit garantiert.
Einfacher ausgeführt: Der Mensch kann nicht von sich aus neue Inhalte schaffen, sondern verarbeitet nur äußere Einflüsse zu einem Produkt.
Ohne individuelles Schaffen auch keine definierbare Masse, deren Wert dem Erzeuger zusteht und damit letztlich nichts, dessen Nutzung man mit einer Lizenz regulieren kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In abgeschwächter Form wird dieser Gedanke teilweise durch Antilizenzen wie die WTFPL oder die Überlassung in Gemeinfreiheit gelebt, in Deutschland ist allerdings der Rücktritt von der eigenen Urheberschaft nicht zulässig.
Ohne gegen Recht zu verstoßen bleibt daher bei echter Ablehnung des Konzeptes nur die Möglichkeit, keine Lizenz zu vergeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht zuletzt kann es auch sein, dass man persönlich das Gefühl hat, die Vorteile von Lizenzierung käme nicht zum Tragen, beispielsweise weil die Verwertung durch Dritte doch nicht so eingeschränkt werden kann, dass man selbst sinnvoll Profit durch die eigenen Inhalte generieren kann.
Das kann man gut in Freier Software beobachten, die von Unternehmen ohne Beiträge gewinnbringend ausgenutzt wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Persönliche Position&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein gewisser Konflikt zwischen ideellen Positionen und pragmatischer Nutzung zieht sich durch meine Auseinandersetzung mit Technik im Generellen, Lizenzen bilden da keine Ausnahme.
Einerseits wird durch sie ein gut nutzbares System geschaffen, welches eindeutig und vergleichbar Nutzungsrechte regelt, andererseits stehe auch ich aufgrund der geäußerten Kritik Urheberschaft digitaler (flüchtiger) Güter skeptisch gegenüber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Summe habe ich mich daher entschieden, den Ausführungen dieses Blogs unter keiner generischen Lizenz verfügbar zu machen.
Das liegt auch daran, dass ich nur verhältnismäßig wenig Zeit für das Schreiben aufwende und es sich um ein rein persönliches Medium handelt.
Ich will jedoch nicht ausschließen, mich zukünftig den &lt;a href=&#34;https://creativecommons.org/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Creative Commons&lt;/a&gt; zu beugen - Wenn schon Lizenz zumindest mit Copyleft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein letztes Wort noch zu Aussagen dieses Textes, die als Kommentierung des bestehenden Rechts verstanden werden könnten: Ich beschäftige mich mit diesen Themen vorrangig aus persönlichem Interesse und kann daher keine Garantien zur Richtigkeit geben, zumal ich auf eine eingehende und nachvollziehbare Recherche verzichtet habe.&lt;/p&gt;

&lt;!-- markdownlint-disable-file MD013 --&gt;

&lt;p&gt;&lt;!-- vim: set ft=markdown: --&gt;&lt;/p&gt;

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      <title>Warum neue Paketformate klassische Softwareverteilung nicht ersetzen können</title>
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         <name>jlkDE</name>
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      <updated>2022-02-03T23:13:52+01:00</updated>
      <published>2022-02-03T00:00:00Z</published>
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&lt;!-- markdownlint-disable-file MD013 --&gt;

&lt;p&gt;Als ich das erste Mal Software in einer Linuxdistribution nachinstallierte war ich begeistert vom Ansatz einer zentralen Softwareverteilung.
So musste man zur Installation nicht beim Hersteller/Entwickler nach einer passenden Installationsroutine suchen und sich auf einen neuen Wizard mit eigener Benutzerführung einlassen, sondern konnte ohne Umschweife aus derselben Quelle mit den gleichen Befehlen alle Arten von Software verwalten - An den Luxus, sowohl Einbindung, Abhängigkeitsauflösung als auch Installationsroutine von der Community nach zumeist wohldefinierten Regeln erledigt zu bekommen, gewöhnte ich mich schnell.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heutzutage dominiert die App Store Metapher die Art, Software zu installieren und wird von nahezu jedem massentauglichen Betriebssystem eingesetzt.
Währenddessen setzt die Linuxwelt aber zunehmend auf neue Paketformate, allen voran Flatpak, dann Snap und AppImage und teilweise ähnlicher Konstrukte mit Sandboxing und/oder Containerisierung, um Herausforderungen an moderne Softwarelebenszyklen zu erfüllen - Hinsichtlich der Paketierung verspricht man sich vor allem kürzere Releasezyklen, Lösung von komplexen Abhängigkeitskonflikten über klassische Bibliotheken hinaus und einen einheitlichen Build- &amp;amp; Releaseprozess für alle unterstützten Plattformen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerade diese vermeintlichen Vorteile sind es jedoch, welche den neuen Paketformaten gegenüber der klassischen Softwareverteilung einen großen Nachteil bescheren: Wenn Build &amp;amp; Release direkt vom Entwickler für alle Nutzer koordiniert werden kann die Vielfalt, welche Linuxdistributionen bieten, nicht zum Tragen kommen.
Es gibt durchaus genügend Diskussionen, ob die Fragmentierung der Open-Source Welt nun aufgrund doppelter Arbeit den Fortschritt hemmt oder ob gerade kleine Gemeinschaften innovativ iterieren, daher will ich gar nicht auf das Für und Wider dieser Eigenschaft eingehen.
Richtig ist jedoch, dass diese Aufteilung eine große Wahlfreiheit hinsichtlich der eigenen technischen Präferenzen bietet: Auch zwischen Standardisierung und Quasi Standardsoftware gibt es noch genügend Freiraum, um auch noch Themen wie Stabilität vs. Aktualität, Abhängigkeit zu bestimmten Entwicklergruppen, Paradigmen oder auch soziale Aspekte in die Auswahl des eigenen Softwarestacks einfließen zu lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Genau diese Rolle können moderne Pakete aber nicht mehr erfüllen.
Da die Hoheit nun nicht mehr bei den Maintainern der Distribution, sondern beim Herausgeber der Software und höchstens noch zum kleinen Teil beim Betreiber zentraler Paketquellen wie Flathub liegt entscheidet auch dieser, nach welchen Regeln die Software den Endanwender bereichert.
Das nimmt der Distribution viel Spielraum hinsichtlich dessen, was nichtkommerzielle Linuxdistributionen von kommerziellen Betriebssystemen unterscheidet, denn vor allem technische Abwägungen werden so nicht mehr von einer abgestimmten Gruppe, sondern willkürlich entschieden: Angefangen bei Buildflags und der Auswahl optionaler Abhängigkeiten sind auch Paradigmen wie Speicherplatzsparsamkeit oder Kompilierung gegen alternative Bibliotheken nicht mehr möglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und auch ein weiterer Schwachpunkt tritt hierbei zutage: Der Entwickler oder Herausgeber der Software hat nicht nur mehr Gewalt, sondern auch mehr Verantwortung inne.
Er verliert dadurch auch eine Teilmenge an Anwendern, die sich selbst eingehender mit Buildprozess und Release der Software auseinandergesetzt hat, ganz zu schweigen von der gestiegenen Verantwortung, dem Missbrauchspotential und dem Ausfallrisiko.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt glaube ich, dass die modernen Paketformate für mich ideell nicht so nutzbar sind wie es mir wichtig ist.
Auch, wenn ich andere Vorteile in dieser Entwicklung sehe werde ich daher vorerst auf diese Art der Softwareverteilung verzichten, solange nicht Herausgabe und Betreuung der neuen Formate vorrangig auch in Händen der Maintainergemeinden liegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;!-- vim: set ft=markdown: --&gt;&lt;/p&gt;

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      <title>Serversetup</title>
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      <updated>2021-12-12T21:52:41+01:00</updated>
      <published>2021-12-12T00:00:00Z</published>
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&lt;!-- markdownlint-disable-file MD013 --&gt;

&lt;p&gt;Dieses Blog läuft ebenso wie der Rest meiner Software in meinem Wohnzimmer.
Mir ist es wichtig, die Verfügungsgewalt über meinen Besitz zu behalten und mich nicht wider besserer Möglichkeiten in Unmündigkeit zu begeben, daher versuche ich, meine digitale Identität selbst zu unterhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie man mit normaler Endverbrauchertechnik und wenig Mehraufwand eigene Hardware online betreiben kann möchte ich im folgenden gern erläutern.
Dabei nehme ich im Besonderen Bezug auf meinen eigenen Lösungsweg und weniger auf Alternativen, die sich jedoch mit gegebenen Informationen leicht für den eigenen Anwendungsfall finden lassen sollten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Hardware&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Kernstück des Setups stellt der Server selbst dar.
In die zu betreibende Hardware sollte vor Anschaffung auch die meiste Planung fließen, da im sich Nachhinein gegebenenfalls nicht mehr genug Gestaltungsspielraum bietet.
Folgende Punkte haben meine Entscheidung vorrangig beeinflusst:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Betriebskosten/-aufwand&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anschaffungskosten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Softwareunterstützung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Erweiterbarkeit&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Ich hatte nicht vor, ressourcenintensive Prozesse auf dem Server laufen zu lassen, daher war die Performance für mich nur nachrangig wichtig.
Als Desktopuser ist man gern auch überrascht, wie wenig Last kleinere Dienste am Ende verursachen - Einen groben Überblick liefere ich am Ende des Artikels.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei den &lt;a href=&#34;https://www.kraut-zone.de/blog/2021/02/strompreise&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;nicht zu vernachlässigenden Energiekosten unserer Breitengerade&lt;/a&gt; beeinflusst, sofern man nicht selbst produziert,&lt;sup class=&#34;footnote-ref&#34; id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; gerade der Strompreis die laufenden Kosten eines eigenen Servers.
Je nach Standort sind aber auch weitere Faktoren relevant - In meinem Fall steht der Server im Wohnraum direkt beim Router, daher sollte auch Lärm und Abwärme minimiert werden.
Auch Zeitaufwand und Betriebsfunktionen kann man unter dem Punkt Betriebsaufwand subsummieren. Mittelfristig gleicht ein geringer Pflegeaufwand einen hohen Einrichtungsaufwand mehr als aus, das sollte man bei unfreien Appliances im Gedächtnis behalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anschaffungskosten sollten dabei auch in Relation gesehen werden, dazu lässt sich mithilfe eines passenden Stromkostenrechners der voraussichtseiche Zeitwert bestimmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Letztlich fiel meine Wahl auf einen Single Board Computer (SBC), deren prominentestes Beispiel wohl der Raspberry Pi ist. Passiv gekühlt belasten diese Boards ihr Umfeld kaum und arbeiten für gewöhnlich zulasten der in meinem Fall weniger maßgeblichen Performance effizienter.
Hier sollte die Softwareunterstützung allerdings im Vorfeld berücksichtigt werden: Vorrangig erhältliche Prozessorarchitektur ist ARM (32 oder 64 Bit) und oft laufen auch Mainline-Kernel nicht ohne weiteres.
Dafür bieten SBCs oft gute Schnittstellen zur Erweiterung, sei es an normalen Konnektoren oder auch geräteabhängigen Modulen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 2 Jahren nun habe ich daher den &lt;a href=&#34;https://www.hardkernel.com/blog-2/odroid-n2/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Hardkernel Odroid N2&lt;/a&gt; im Einsatz, der in seiner Ausstattung ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis als die meisten x86-Lösungen bietet und mit 80€ Anschaffungskosten sehr moderat ausfiel.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Anbindung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Grundidee mag noch aus früheren Tagen des Internets kommen: Auch als privater Netzteilnehmer kann ich meinen Anschluss zur allgemeinen Erreichbarkeit im Weltnetz nutzen.
Bei konkreter Umsetzung wird einem jedoch schnell bewusst, wie sehr Endkundenanschlüsse vom Anbieter mittlerweile reglementiert werden. Im schlimmsten Fall ist dadurch die Grundidee schon gescheitert und man muss kreativ werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Idealfall sähe der Weg nicht anders als bei klassischen Serverstandorten aus: Dauerhafte feste IP, vollumfängliche Anbindung und dann die vollen Möglichkeiten an DNS, Firewall, DMZ, &amp;hellip;
In der Realität werden statische IPs bei Privatkundenverträgen aber nahezu gar nicht angeboten. Die Lösung also: Erreichbarkeit auf anderen Wegen schaffen - DynDNS und CNAME funktionieren auch, wie man sieht.
Ich selbst nutze den &lt;a href=&#34;https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7590/1001_Uber-das-Internet-auf-die-FRITZ-Box-zugreifen/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;MyFRITZ!-Internetzugriff&lt;/a&gt; zusammen mit einer Portfreigabe, um nur den Server für externe Zugriffe freizuschalten.
Als großer Vorteil benötigt des Setup dabei keine weiteren Komponenten und der Hauptteil an Logik muss von mir nicht gewartet werden.
Zusammen mit einem einfachen CNAME sollte man damit in wenigen Minuten online gehen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sollte keine passende Fritzbox zur Verfügung stehen kann man es natürlich mit einem beliebigen DynDNS-Anbieter versuchen oder sich nach einem Kit zur Erlangung einer statischen IP umsehen.
Im Hinterkopf sollte man aber behalten, dass diese Art von Setup gegen die Nutzungsbedingungen des Internetvertrags verstoßen kann.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Aktuelle Dienste &amp;amp; Auslastung (Stand &lt;sup&gt;12&lt;/sup&gt;&amp;frasl;&lt;sub&gt;2021&lt;/sub&gt;)&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im beschriebenen Setup sind der Auswahl an möglicher Dienste kaum Grenzen gesetzt.
Ein sinnvoller erster Schritt kann sein, die genutzten Drittanbieterdienste auf selbstbetreibbare Alternativen zu prüfen: Ganz vorn dabei sind Kalender-, Kontakt- und Dateisynchronisation, Homepage, Kollaborationssoftware und Dienste für Freunde &amp;amp; Verwandte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da ich mich bei Endgeräten auf Linux-Desktops und Android-Mobilgeräte beschränke habe ich mich hinsichtlich der Anbindung an diesen beiden Plattformen orientiert.
Derzeit laufen bei mir dadurch einige Dienste parallel bei sehr moderaten Anforderungen, konkret sind das:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Infrastruktur

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Traefik als Reverse Proxy&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Pi-hole als DNS-Adblocker und lokales DNS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Prometheus &amp;amp; Grafana

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Exporter: Node, cAdvisor, Fritzbox, Pi-hole, Speedtest&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nativ angebunden: Traefik, Docker, Grafana/Prometheus selbst&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Goaccess&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Synchronisation

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ein eigener Firefox Sync Server&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Etesync für Kalender, Kontakte und Aufgaben&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Miniflux für RSS&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wallabag für Artikel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Syncthing für Dateien&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Digitale Identität

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Dieses Blog :)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2x Shaarli als Linklisten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein einfacher Fileserver&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Weiteres

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Kanboard zur Aufgabenverwaltung&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Dabei ist der Server mit einer Grundlast von ~30% in Betrieb, genauer sieht man das hier im Verlauf der letzten zwei Wochen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;../img/server-usage.png&#34;&gt;&lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;../img/server-usage.png&#34; alt=&#34;Serverauslastung&#34; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich setze dabei ausschließlich auf Docker Compose, zukünftig plane ich, auf Podman umzusteigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Recherche nach geeigneten Lösungen bieten sich kuratierte Listen an, ich selbst schaue gern hier:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Auf &lt;a href=&#34;https://selfhosted.libhunt.com/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;libhunt&lt;/a&gt; per Kategoriensuche und Alternativenvorschlag&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In der &lt;a href=&#34;https://github.com/awesome-selfhosted/awesome-selfhosted&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Awesome-Selfhosted&lt;/a&gt; Liste nach Kategorien&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In der &lt;a href=&#34;https://github.com/awesome-foss/awesome-sysadmin&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Awesome-Sysadmin&lt;/a&gt; Liste&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;!-- vim: set ft=markdown: --&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class=&#34;footnotes&#34;&gt;

&lt;hr&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;Ein Beispiel dafür: &lt;a href=&#34;https://solar.lowtechmagazine.com/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Das LOW←TECH MAGAZINE&lt;/a&gt; &lt;a class=&#34;footnote-return&#34; href=&#34;#fnref:1&#34;&gt;&lt;sup&gt;[return]&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;/div&gt;

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      <title>Linkliste: Anleitungen und Tutorials</title>
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         <name>jlkDE</name>
      </author>
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      <published>2021-12-06T00:00:00Z</published>
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&lt;!-- markdownlint-disable-file MD013 --&gt;

&lt;p&gt;Im folgenden möchte ich eine Liste von Links pflegen, welche auf besondere Weise nützliche Anleitungen und Hilfen mit Bezug zu meinem technischen Umfeld anbieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einige davon könnten sich genauso in &lt;a href=&#34;https://links.jlk.one/tech/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;meinem Tech-Shaarli&lt;/a&gt; wiederfinden, denn dort teile ich generell interessante technische Links.
In diesem Artikel soll es aber nur um Lernmaterialien gehen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Linux/CLI&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Keine zwingend zusammengehörende Kategorie, aber in der Praxis oft zusammen gesehen ;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Adam Gordon Bell erklärt im &lt;a href=&#34;https://earthly.dev/blog/categories/tutorials/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Blog von Earthly&lt;/a&gt; einige Tools in kurzweiliger Ausführlichkeit. Bemerkenswert: &lt;a href=&#34;https://earthly.dev/blog/jq-select/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;jq&lt;/a&gt; und &lt;a href=&#34;https://earthly.dev/blog/awk-examples/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;awk&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Konfiguration der Namensauflösung unter Linux scheint ein heiß umkämpftes Feld zu sein - Wie man selbst wieder Herr der Lage werden kann wird im &lt;a href=&#34;https://www.ctrl.blog/entry/resolvconf-tutorial.html&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Ctrl Blog&lt;/a&gt; erläutert&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2FA lässt sich durch PAM auch für SSH umsetzen, wie in einem &lt;a href=&#34;https://www.vultr.com/docs/how-to-setup-two-factor-authentication-2fa-for-ssh-on-debian-9-using-google-authenticator&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Artikel&lt;/a&gt; von vultr exemplarisch für Debian 9 beschrieben wird&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kaum jemand wird nicht schon Dateien versehentlich gelöscht haben. Doch selbst bei der Nutzung von &lt;em&gt;reliable move&lt;/em&gt; (&lt;code&gt;rm&lt;/code&gt;) besteht noch Hoffnung: Falls die Datei noch geöffnet ist kann &lt;a href=&#34;https://www.linux.com/news/bring-back-deleted-files-lsof/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;lsof&lt;/a&gt; vielleicht noch helfen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3&gt;Programmierung&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Anregungen zu robusteren Bash-Skripten: &lt;a href=&#34;https://betterdev.blog/minimal-safe-bash-script-template/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;betterdev.blog/minimal-safe-bash-script-template&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Als Start in die Programmiersprache Go hat Ben Hoyt eine &lt;a href=&#34;https://benhoyt.com/writings/go-intro/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Anleitung an bestehende Programmierer&lt;/a&gt; geschrieben&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Und falls man schon einen Schritt weiter ist: &lt;a href=&#34;https://unexpected-go.com/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;unexpected-go.com&lt;/a&gt; listet den ein oder anderen Fallstrick&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3&gt;Sonstiges&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Bemüht man Generatoren von Farbschemata bekommt man zwar eine hübsche Palette, aber brauchbar ist das Ergebnis oft nicht. Abhilfe schafft &lt;a href=&#34;https://www.refactoringui.com/previews/building-your-color-palette&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;dieser Artikel&lt;/a&gt; aus &lt;em&gt;Refactoring UI&lt;/em&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ergänzend: Eine ähnliche Anleitung bezogen auf Datenvisualisierung bietet &lt;a href=&#34;https://blog.datawrapper.de/beautifulcolors/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;datawrapper&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

      </content>
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   <entry>
      <title>Softwarefehler eines Tages</title>
      <author>
         <name>jlkDE</name>
      </author>
      <link href="https://blog.jlk.one/e/fc4e1c" />
      <id>tag:blog.jlk.one,2021-11-23:fc4e1c</id>
      <updated>2021-11-23T23:01:46+01:00</updated>
      <published>2021-11-23T00:00:00Z</published>
      <content type="html">

         &lt;p&gt;Vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit einem Kollegen über die Menge an Bugs, die mir allein seit Beginn des Arbeitstages begegnet waren.
Angeregt von diesem Gespräch soll dieser Post auflisten, welche Fehler allein an einem Tag normaler Nutzung auftreten.
Ich möchte dabei nicht die unzureichende Qualität, sondern die reine Quantität suboptimaler Mensch-Computer-Interaktion anekdotisch belegen und werde daher nicht nur programmatische Fehler im engeren Sinn, sondern auch Konfigurationsfehler oder unerwartetes Verhalten beschreiben.
Dabei kann der Fehler auch auf Schicht 8 passieren. Ich würde mich aber durchaus als technisch belesen bezeichnen, setze mich aktiv und Nutzungshinweisen auseinander und versuche Probleme schon beim ersten Auftritt ursächlich zu lösen.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;08:00 Uhr: Wake on LAN funktionierte noch nie zuverlässig, auch heute startet das Thinkpad startet nur per Tastendruck&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;08:02 Uhr: Der Startbildschirm Plymouth verschwindet nicht von selbst nach Erreichen des Targets, sondern muss manuell ausgeblendet werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;08:05 Uhr: Durch das gestrige Update wurde das Paket &lt;em&gt;resolveconf&lt;/em&gt; installiert und sieht sich als zuständig für die Namensauflösung. Die Miskonfiguration fällt nur auf, weil damit die eigenen Nameserver des VPN-Intranet nicht korrekt eingetragen werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;08:10 Uhr: Ich starte den Daemon zum Setzen meines Desktophintergrundes händisch, weil seit dem letzten Update Umgebungsvariablen wie in meinem Fall das Hintergrundbild nicht mehr korrekt ausgelesen werden können. Die Regression ist gemeldet, eine Behebung wird jedoch nicht stattfinden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;08:40 Uhr: Auf einem Kundensystem stoppt ein wichtiger Container seinen Dienst durch Segfault, die genaue Ursache kann aufgrund der Dringlichkeit nicht erörtert werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;9:30 Uhr: Zwei Teilnehmer desselben Jitsi-Meetings werden gleichermaßen von allen anderen Teilnehmern wahrgenommen, jedoch nicht gegenseitig. Ein Neuladen des Tabs schafft Abhilfe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;9:40 Uhr: In Wekan, der Software unserer Meetingsplanung, kann ein Kommentar vom sich bereiterklärenden Autor nicht eingetragen werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;10:35 Uhr: Zum Verfassen einer Commit Message braucht Neovim als Editor mehrere Sekunden zum Start, in allen anderen Anwendungsfällen geschieht der Start beinahe sofort.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;11:15 Uhr: Die Webcam verliert kurzzeitig die Verbindung zum Computer, bei Wiederherstellung wird die ausgewählte Quelle der übertragenen Audiospur auf den Standard zurückgesetzt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;12:20 Uhr: An einem Ticket der Projektplanungssoftware plan.io wird eine Änderung vorgenommen während ich eine solche selbst auf den Weg bringe. Die Konfliktlösungsstrategie unterschlägt entgegen der Eigenaussage zwei Aktualisierungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;12:35 Uhr: Bonus - Die Mikrowellenuhr hat sich zurückgesetzt und muss auf unintuitivstem Weg neu eingestellt werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;13:20 Uhr: Durch einen falschen Tastendruck stürzt der Musikplayer ab und die Wiedergabeliste wird gelöscht&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;14:00 Uhr: Thunderbird cached die LDAP-Kontaktdatenbank und wird dadurch unresponsiv. Der vorher geöffnete Dialog erscheint mit Verspätung auf dem falschen Bildschirm und lässt sich bis zur Wiedererlangung der graphischen Oberflächenfähigkeit nicht ausblenden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;14:40 Uhr: Auf einem Kundensystem wurde eine Komponente eines anderen angeschlossenen Systems aktualisiert, dadurch fällt der Anschluss auf ersterem System bis zur Aktualisierung aus. Die Regression wurde im Voraus nicht kommuniziert&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;15:15 Uhr: Eine Webseite mit langer Tabelle friert ein, weil das Rendering durch die Browsererweiterung &amp;ldquo;Text Contrast for Dark Themes&amp;rdquo; verlangsamt wird. Gebraucht wird die Erweiterung nur, da bei Wahl eines dunklen Desktop-Themes auf hellen Seiten Systemschriftarten zu hell dargestellt werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;16:05 Uhr: BigBlueButton verbleibt im Echotest und muss mehrfach neu geladen werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;17:55 Uhr: Beim Versuch, den abzuspielenden Titel im Musikplayer zu ändern, stürzt das Handy ab und startet sich neu. Offene Anwendungen bleiben weitestgehend intakt, aber Verbindungen und Musikwiedergabe sind für eine Minute ausgefallen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;18:15 Uhr: Beim Absenden eines Online-Formulars wird ein nicht aussagekräftiger Javascript-Fehler protokolliert und das Formular kann nicht abgeschickt werden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;20:10 Uhr: Beim Wechseln des Fernsehprogramms schaltet sich die angeschlossene Soundbar ab und der Fernseher verstummt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;21:40 Uhr: Nachdem vor einiger Zeit alle Access Points des WLAN auf dieselbe SSID eingestellt wurden funktioniert die Verbindung des Ebook-Readers nicht mehr in allen Räumen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Viele der beschriebenen Fehler sind Kleinigkeiten und fallen bei einer gewissen Resilienz kaum noch auf.
In Summe zeigt sich aber eine erstaunliche Vielzahl von Momenten, in denen der Computer sich nicht wie gewünscht verhält.
Daher glaube ich, dass mit einem Mehr an Software/Komplexität/Abstraktionsschichten kein Mehr an Benutzerfreundlichkeit erlangt werden kann. - Am Ende sind alle Interaktionsschnittstellen nur Hilfen, um zwei potentiell nicht interoperable Systeme aufeinander einwirken zu lassen.
Solange Menschen die Konzeption und Umsetzung von Software aktiv gestalten werden Fehler unvermeidbar sein, daher sind sie kein Makel der jeweiligen Arbeit, sondern systemimmanent.
Eine Lösung muss daher systemisch erfolgen, alles andere lindert im Zweifel nur die Symptome. In meinen Augen ist dabei der bislang realistischste Weg die Minimierung technischer Abläufe.&lt;/p&gt;

      </content>
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      <title>Über dieses Blog</title>
      <author>
         <name>jlkDE</name>
      </author>
      <link href="https://blog.jlk.one/e/b6ac3f" />
      <id>tag:blog.jlk.one,2021-11-20:b6ac3f</id>
      <updated>2021-12-10T00:21:07+01:00</updated>
      <published>2021-11-20T00:00:00Z</published>
      <content type="html">

         &lt;p&gt;Die Anfänge dieser Software liegen im Juli 2020, aber nutzbar wurde sie erst 11 Monate später.
Wirklich genutzt habe ich sie bisher jedoch nicht - Mal sehen, ob sich das jetzt ändert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich werde von nun an versuchen, ab und an meine Gedanken zu Themen niederzuschreiben, die mich gerade beschäftigen.
Häufig wird es sich dabei um Software im weitesten Sinn oder gesellschaftliche Themen handeln.
Im Grunde also dasselbe wie in anderen Blogs auch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da ich meinen Fokus auf dem deutschen Raum halten will werde ich es auch in deutscher Sprache versuchen.
Eine größere Menge an deutschen Blogs rund um das Thema Open Source bietet das &lt;a href=&#34;https://osbn.de/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;OSBN&lt;/a&gt;, falls ich das Schreiben hier etablieren kann und ich thematisch dabei bleibe wäre ein (teilweiser) Anschluss überdenkenswert.&lt;/p&gt;

      </content>
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      <title>Über mich</title>
      <author>
         <name>jlkDE</name>
      </author>
      <link href="https://blog.jlk.one/e/20825d" />
      <id>tag:blog.jlk.one,2021-11-20:20825d</id>
      <updated>2022-03-04T20:59:00+01:00</updated>
      <published>2021-11-20T00:00:00Z</published>
      <content type="html">

         &lt;p&gt;&lt;em&gt;jlkDE&lt;/em&gt; setzt sich zusammen aus meinen Initialen &lt;em&gt;jlk&lt;/em&gt; und der Länderkennung &lt;code&gt;DE&lt;/code&gt; - Meist bin ich zum Zeitpunkt meiner Registrierung tatsächlich der erste Interessierte &lt;em&gt;jlk&lt;/em&gt; Deutschlands.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Privat&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Durch meinen Vater sind mir früh grundlegende Computerkenntnisse beigebracht worden und ich war schon in meiner Kindheit und Jugend ein interessierter Computernutzer, doch eine Karriere in der IT war mir lange Zeit keine Perspektive: Noch mehr interessierte ich mich für in dieser Zeit für Musik und so habe über 10 Jahre in mehreren Chören gesungen und mit dem E- und Kontrabass vom Orchester über die Jazz Bigband bis zur Hard Rock Gruppe instrumental gewirkt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schulisch war ich vor allem gut in den Gesellschaftswissenschaften und konnte mir daher in beiden Feldern eine Zukunft vorstellen. Der gemeinsame Nenner war aus meiner damaligen Sicht allerdings eine eher mittelmäßige Berufsaussicht - Ein Eindruck, welcher durch ein Praktikum bei dem hervorragenden Bassbauer Sandberg gestützt wurde. Immerhin konnte ich in diesem Rahmen an der Entstehung des Basses mitwirken, der bis heute mein Profilbild ziert und für wenig Geld zum Praktikumsende erworben werden konnte:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;../img/jlk.jpg&#34;&gt;&lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;../img/jlk.jpg&#34; alt=&#34;Profilbild mit Bass&#34; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach meinem Abitur mit fachpraktischer musikalischer Prüfung, sogar mit besagtem Bass, habe ich daher mit Umweg über ein Jahr Midijobs + kleine Reisen für ein Studium der Wirtschaftsinformatik in Bremen qualifiziert und dieses gut abgeschlossen. Zumindest &lt;a href=&#34;https://files.jlk.one/ba/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;meine Bachelorarbeit&lt;/a&gt; habe ich dabei bei einem Politikwissenschaftler über den Einfluss Chinas auf die Internet Governance geschrieben, um mich wenigstens ein bisschen außerhalb der IT zu bewegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abseits der IT bin ich Bassist, intuitiver Bogenschütze, Katzenversorger und Spaziergänger.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Beruf&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ich arbeite als Open Source Consultant und vormals als System Engineer spezialisiert auf Identity Management in Bremen.
In dieser Position unterstütze ich Kunden bei Konzeption, Aufbau und Betrieb von Softwaresystemen zur Identitätsverwaltung. Im Fokus meiner Arbeit steht dabei Freie Software: Ich veröffentliche sowohl wo möglich meine eigene Arbeit unter einer Freien Lizenz und rate gleichfalls präferiert zum Einsatz ebensolcher Anwendungen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Freie Arbeit&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Mein Schwerpunkt liegt nicht in der Entwicklung, aber sollte dies doch notwendig sein bevorzuge ich Go, Python oder auch Shellskripte.
Meine Repositories für den Eigenbedarf daraus sind derzeit auf Sourcehut zugänglich: &lt;a href=&#34;https://sr.ht/~jlkde/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;sr.ht/~jlkde&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abseits davon betreue ich noch ein paar kleine openSUSE-Pakete mit Fokus auf die devel/feeder-Projekte &lt;code&gt;utilities&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;X11:Utilities&lt;/code&gt; als &lt;a href=&#34;https://build.opensuse.org/users/jlkDE&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;jlkDE&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Philosophisches&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ich strebe nach Technikminimierung.
Der geringste Aufwand entsteht dort, wo Bedarfe gar nicht erst künstlich geschaffen und befriedigt werden. Entscheide ich mich doch für den technischen Weg, bevorzuge ich: Analog vor Digital, Eigentum vor Nutzungsrechten und individuelle Anwendbarkeit vor vorgeblichen Standards.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin Idealist.
Es ist mir wichtig, ein Wertekonzept zu besitzen, an welchem ich meine Entscheidungen orientiere. Dabei ist mir die Begründung einer Handlung teilweise wichtiger als die Handlung selbst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich kuratiere interessante Links zu technischen Themen in englischer und zu politischen Themen in deutscher Sprache mit &lt;a href=&#34;https://shaarli.readthedocs.io/en/master/&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;Shaarli&lt;/a&gt;: &lt;a href=&#34;https://links.jlk.one&#34; rel=&#34;noreferrer&#34;&gt;links.jlk.one&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Interesse entspricht dabei keiner Zustimmung, sondern bedeutet, dass der Inhalt meine Aufmerksamkeit in besonderem Maß genossen hat.
Ich teile daher auch Artikel, deren Inhalt im Gegensatz zu meinen Ansichten stehen, aber deren Argumentation oder Herangehensweise ich bemerkenswert finde.&lt;/p&gt;

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